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Woche 3 – Part 4/4 – Tochal II


Tag 23, 12.2, Donnerstag

Es war ein Faulenzertag und es hat fast unentwegt geregnet. Ich war einmal draußen; zum Brot holen.

Tag 24, 13.2, Freitag

Auch am letzten Wochenendtag hatte ich keinen wirklichen Plan, was ich machen sollte. Also stand ich um 4.45 Uhr auf und lief wieder auf den Tochal. Aber diesmal über Darband und nicht von Velenjak aus die Gondelstrecke entlang.
Diese Strecke ist steiler, also auf der Karte viel kürzer. Dadurch ist das Gipfelstürmen mit mehr Klettern verbunden und vielleicht auch anspruchsvoller. Dennoch ist der Weg schöner als die erste Route. Des Weiteren ist es schon ein erhabenes Gefühl durch den Schnee und bei starkem Wind (angeblich 80km/h) immer höher zu stapfen, die Stadt unter einem schrumpfen zu sehen und auch umgebende Berggipfel unter sich zu lassen. So könnten sich auch Norgay und Hillary beim Besteigen des Everest gefühlt haben, kommt einem in den Sinn. Dass einem hinter jeder Bergkuppe jedoch ein weiterer Anstieg und eine neue Kuppe erwartet, könnte hingegen auch ein bisschen deprimierend sein.
Auf dem Gipfel beträgt der Luftdruck übrigens nur noch 60%.
Pausen habe ich aber nicht gemacht. Auf dem Gipfel war ich bereits um 12 Uhr. Mit fünf Stunden ist das eine Stunde eher, als bei der ersten Besteigung, wenn man die Pause ignoriert; wobei ich um 5.35 Uhr vom Wohnheim los bin und erst um 6.55 Uhr von Darband habe losstiefeln können. Die Strecke bis dahin über den Tajrish musste ich laufen, da keine Busse und Taxen fuhren.
Kurz aufgehalten wurde ich von Mohammad, der unbedingt mit mir reden wollte, aber in schlechter physischen Zustand war, sodass ich immer wieder warten musste. Doch irgendwann ließ ich ihn dann hinter mir. Roman war übrigens bei einem Kumpel, sodass er nicht mitkommen konnte.
Auf dem Gipfel stoppte ich nur, ein wenige Fotos zu machen und lief dann zur Gondelstation. Das gar nicht mal so ein einfaches Unterfangen, denn der Wind war wirklich extrem stark und ließ mich schnell auskühlen. Die Fahrt mit der Gondel war angenehm, obwohl die Kabine erstaunlich eng war. Doch ich wollte mir den steilen Abstieg nicht antun und die Fahrt bis unten kostete auch nur 6,50€. Dort habe ich dann erst einmal meine Füße in der warmen Sonne aufgewärmt, bevor ich dann zurück zum Wohnheim gelaufen bin.
Am Nachmittag habe ich dann mit meinem Zimmerkollegen Arne und zwei weiteren Deutschen (Thomas und Pascal) Fußball gespielt und natürlich kamen dann nach einiger Zeit auch iranische Studenten, sodass es eine lustige Bolzrunde wurde.